Körpersprache: richtiges Händeschütteln. Teil 1.

Körpersprache: richtiges Händeschütteln. Teil 1.

Juli 28, 2018 0 Von AlbertVitkov

Neulich kam ein Freund zu mir und erzählte von seinem Chef. Er ist neu in der Firma und war angetan von seinem Vorgesetzten. Freundlich, eloquent und charmant. Doch vor einigen Tagen begrüßte der Chef ihn per Handschlag und machte gar keinen guten Eindruck.

Mein Freund berichtet: schwacher und glitschiger Händedruck. Kaum haben sich unsere Handflächen berührt, entwich seine Hand wie eine Qualle auf der Flucht. Jetzt wirken die positiven Eigenschaften des Chefs gekünstelt. Er hat meine Bewunderung und Vertrauen. Vielleicht zu unrecht. Doch ich kann diesen negativen Beigeschmack nicht mehr loswerden.

Hätte der Vorgesetzte auf seine Körpersprache geachtet wäre das nicht passiert.

Denke daran, Leute werden sich eine Meinung über dich bilden, während sie deine Hand halten. Deshalb zeige dich von der besten Seite und beherzige die folgenden vier Dinge beim Händeschütteln.

  1. Erst Name, dann Händeschütteln.

Nicht selten geben sich die Menschen die Hand bevor sie sich vorgestellt haben. Dale Carnegie sagte, dass der Name einer Person das schönste Geräusch für sie ist. Also lass diesen nicht zur Beiläufigkeit werden. Deshalb zunächst nach dem Namen fragen, diesen würdigen in dem du ihn wiederholst und dann eigenen Namen preisgibst. Danach erst die Hand drücken. Sollte dein Gesprächspartner seinen Namen bereits während des Händeschüttelns gesagt haben, warte einige Sekunden, führe den Vorgang zu Ende und sage dann wie du heißt. So bleibst du besser in Erinnerung.

  1. Richtige Handposition und Druckstärke.

Eine neutrale Handposition, das heißt, der Daumen zeigt nach oben, gilt als höflich. Dagegen kann ein Händeschlag, bei dem die Handfläche nach unten zeigt, dominant wirken. Handfläche zeigt nach oben kann logischerweise Unterwürfigkeit bedeuten. Besser Daumen hoch, wenn du dich von einer neutralen Seite zeigen möchtest.

  1. Sich richtig positionieren.

Bevor du deine Hand ausstreckst, mach dich bemerkbar. Das sollte selbstverständlich sein, jedoch beobachte ich immer wieder: Leute werden von der Seite angesprochen und überrascht.

Mach das besser, positioniere dich so, dass du frontal auf eine Person zugehst. So gibst ihr / ihm Zeit, sich auf eure Begrüßung einzustellen. In die Augen schauen, freundliches Lächeln nicht vergessen und dann erst die Hand geben.

Vergiss nicht zu lächeln. Das ist ein universelles soziales Werkzeug, das eine Grundlage für viele Interaktionen bildet.

  1. Trockene Hand.

Feuchter Händedruck ist nicht angenehm, obwohl wir alle wissen, dass der Mensch nichts dafür kann. Einige neigen weniger dazu, die anderen etwas mehr. Wenn du weißt, dass eine Begrüßung bevorsteht, nutze einen Waschraum und wasche dein Hände mit Seife, dann gut abtrocknen. Seife wird deine Talgdrüsen etwas austrocknen und lässt somit deine Handflächen zumindest kurze Zeit trocken.

Selbst wenn du mit einem herkömmlichen Taschentuch deine Hände abtrocknest, wird es positive Wirkung haben.

Solltest du zu einem extremen Händeschwitzen neigen, so könnte es eine Lösung, dein Händeschütteln durch eine andere freundlich Begrüßungsform zu ersetzen. Beispielsweise durch ein deutliches und nicht allzu schnelles Nicken, begleitet von einem „Guten Tag!“. Lächeln nicht vergessen.

Bald wirst du auf www.charismaskills.com den zweiten Teil dieses Artikels lesen können, aus dem du erfahren kannst, wie du die Oberhand bei dominanten Persönlichkeiten schon während der Begrüßung behältst.