Stimmtraining

Stimmtraining

Oktober 7, 2018 0 Von AlbertVitkov

Rolle der Stimme in der Kommunikation

Unsere Stimme ist ein unglaublich nützliches Werkzeug. Sie dient der verbalen Kommunikation und ermöglicht uns komplexe Zusammenhänge zu erklären. Stimme kann enorm viel über den Sprechenden preisgeben: Emotionen, Gemütszustand, Alter, Geschlecht und vieles mehr.

Menschen, die bewussten Einsatz ihrer Stimme pflegen wirken charismatisch und überzeugend. Einige Berufsgruppen trainieren sie ihr ganzes Leben lang: Moderatoren, Sprecher oder Schauspieler. Gewisse Grundlagen kann jeder selbstständig üben.

Das sind nur einige Gründe für ein Stimmtraining:

  • Höhere Aufmerksamkeit der Zuhörer (es ist leichter sich auf eine angenehme Stimme zu fokussieren)
  • Ausstrahlung von Selbstsicherheit
  • Ausstrahlung von Kompetenz
  • Zufriedenheit mit sich selbst
  • Ausstrahlung von Sympathie

Letztendlich sorgt eine geübte Stimme für effektivere Botschaftsübermittlung.

In diesem Text breche ich das Stimmtraining in mehrere Untergruppen auf.

 

Stimmhöhe

Tiefere Stimmen werden in der Regel mit Sympathie und Autorität verbunden. Ein ruhiger Ton vermittelt Kompetenz. Solltest du eine “zu hohe” Stimme haben, versuche diesen Trick, um deine Charismaskills zu verbessern:
Einatmen und dann erst sprechen. Jetzt solltest du wesentlich tiefer klingen. Achte natürlich auf ruhige und regelmäßige Atmung. Hektisches Luftholen zwischendurch wirkt nervös.

 

Betonung und Intonation

Abhängig von Betonung und Intonation lässt sich die Absicht des Gesagten gänzlich anders interpretieren. Deshalb ist ein überlegter Einsatz von Betonung entscheidend.

Probiere beim folgenden Satz jedes Mal ein anderes Wort zu betonen und du wirst feststellen wie die Bedeutung der Botschaft sich ändert: „Albert ist heute später zur Arbeit gekommen“.
Ein monotoner Beitrag wird die Zuhörer einschläfern. Wir können uns alle an diese Lehrer oder Professoren erinnern, die uns mit ihrer Stimme in den Schlaf befördern konnten.

Überlege, welcher Teil deines Beitrages wichtig ist und betone diesen mit deiner Intonation. Richtige Intonation verleiht dem Gesagten Emotionen und macht deinen Beitrag lebhaft.

Sei kongruent! Deine Stimme soll Emotionen widerspiegeln, die du mit deinen Worten vermittelst. Wenn dies nicht der Fall ist, wird deine Botschaft nicht in voller Tiefe ankommen. Traurige Geschichte mit fröhlicher Stimme klingt im besten Falle unglaubwürdig.

 

Lautstärke

Auch Lautstärke ist von großer Bedeutung. Deine Worte kommen erst dann an, wenn sie gehört werden. Jeder im Raum soll dich problemlos hören. Zu lautes Sprechen dagegen wird für Unruhe oder Verärgerung sorgen. Wenn das Zuhören unkomfortabel ist, werden Leute sich zumindest gedanklich ausklinken.

Logischerweise gilt: großer Raum und viele Menschen, dann sprich lauter und umgekehrt.

 

Pausen

Habe keine Scheu davor, Pausen zu machen. Diese geben dir etwas Zeit über die nächsten Worte nachzudenken. Pausen nach wichtigen Informationen geben auch deinem Publikum Zeit zum Nachdenken, so bleibt das Gesagte besser in Erinnerung.

Trainiere diese vier Fähigkeiten und du wirst schnell merken, dass man dir gerne zuhört. Du wirst sicherer und charismatischer wirken. Im Job wird deine geübte Stimme dich zu einem besseren Sprecher machen.
Sicheres Auftreten signalisiert Kompetenz.